Buddhismus

Grundinfos






Seine Eltern nannten ihn Siddharta. “Der sein Ziel erreicht". Ein Seher sah, dass das Kind ein großer der Religionsführer sein würde. Sein Vater, ein Fürst, der wenig für Religion übrig hatte, bereitete ihn auf das luxuriöse Herrscherleben vor. Mit 29 Jahren aber lernte Siddharta bei heimlichen Ausfahrten das Leid der Welt kennen, zog ein Bettlergewand an und machte sich kahlgeschoren auf die Suche nach dem Glück. Nach sieben Jahren fand er unter einem Feigenbaum die höchste Form der Erkenntnis und nannte sich seitdem Siddharta, "der Erleuchtete".



Zwischen 450 und 370 vor Christus datieren die meisten Forscher das sagenumwobene Leben des Siddharta Buddha, der die"Lehre von den vier edlen Wahrheiten" verkündete.



Das irdische Dasein ist Leiden. Das Leiden entsteht durch Gier und Haß. Man kann aber das Glück finden, indem man die Unwissenheit überwindet und im Nirwana den Kreislauf der leidvollen Wiedergeburten beendet. Dorthin führt der"edle achtfache Pfad zur richtigen Ansicht über die Lehre und der Entschluß, ihr zufolgen; richtige Rede, richtiges Verhalten und Leben, rechte Anstrengung und rechtes



Bewußtsein; schließlich die Meditation. Der Buddhismus ist ein Glaube ohne Schöpfer-Gott; die Welt funktioniert nach geheimnisvollen Regeln. Der Mensch kann nicht die Welt ändern, er muß sich anpassen, an sich selber arbeiten, um im Nirwana eins mit dieser Welt werden zu können.



Wichtigste Träger der Lehre sind die Mönchs- und Nonnengemeinschaften, Samgha. Sie leben zölibatär nach strengen Regeln. Die Laien-Buddhisten sollen die Samghas mit Spenden unterstützen. Manchmal wird dem Buddhismus auch vorgeworfen, das Leben der Menschen sei ihm gleichgültig. Trotzdem gibt es Regeln für das Zusammenleben: nicht TierundMenschen töten; nicht stehlen, kein ungesetzlicher Geschlechtsverhehr, nicht lügen und sich von allen Rauschmitteln fernhalten.



Die älteste Form der östlichen Weltreligion, der Theravada-Buddhismus, ist in Südasien verbreitet; in China, Korea und Japan dagegen der Mahayana Buddhismus ("Großes Fahrzeug") - in ihm gibt es Wesen, die auf dem Weg der Erleuchtung helfen, vergleichbar mit katholischen Heiligen. Der tibetische Buddhismus entstand erst im 7. Jahrhundert. Er hat eine reiche Bilder- und Symbolwelt.



mad


Quelle:

01/07/01

SZ




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