
WEIHNACHTSBRIEF 07

Weihnachten
Der
Pole Andrzej Szcypiorsky beginnt eine Betrachtung ueber die
Menschlichkeit mit dem Satz:
"Der Mensch von heute ist
ueberzeugt, es koenne alles nach seinem Willen gehen. An der Krippe
finden wir nur Menschen, die diesem Wahn abgeschworen haben.”
Gebet
Reinhold
Schneider, einer der nobelsten Katholiken:
Allein den Betern
kann es noch gelingen
das Schwert ob unsern Häuptern
abzuhalten
und diese Welt den richtenden Gewalten
durch ein
geheiligt Leben abzuringen.
Denn Täter werden nie den
Himmel zwingen:
Was sie vereinen, wird sich wieder spalten,
was
sie erneuern über Nacht veralten
und was sie stiften Not und
Unheil bringen.
Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt
Und Menschen Hochmut auf dem Markte feiert
Indes im Dom die
Beter sich verhüllen.
Bis Gott aus unsern Bitten Segen
wirkt.
Und in den Tiefen, die kein Aug entschleiert,
die
trocknen Brunnen sich mit Leben füllen-
Amen.
Lies dazu Matth. 10!
Weihnachten – Tod – Unser letzter Horizont
Van Gogh hat sich selbst getötet. Ein Hauptmotiv seines Schaffens - auch des späten Schaffens – sind Bilder mit Weizenfeldern (wheatfields). Es gibt solche mit und ohne Krähen (crows).
Der britische Independent schreibt in diesem Jahr, dass sein letztes Meisterwerk mit einem Weizenfeld keine Krähen zeigt.
Trotz Depression und Gedanken an den Tod malt dieser Künstler keine Krähen? Offenbar enthält dieses Motiv nun nicht nur die Veranschaulichung der eigenen Befindlichkeit (seelische Konstitution), sondern den Himmel, der auf ihn hinter der Todesbarriere wartet.
EXPRESSION: Eigene Befindlichkeit/Regungen zeigen!
IMPRESSION: Äusseres wirkt auf meine Seele!
Andere Zielrichtung: Die Natur ist der Spiegel meiner Seele (Sturm)
LEXIKON/WIKIPEDIA:
Der Expressionismus trat als Kunst des seelischen Ausdrucks dem
Impressionismus
(Darstellung
der äußeren Erscheinung der Dinge) entgegen. .. Den Malern
dieser Epoche waren nicht die wirklichkeitsgetreue Weitergabe von
Eindrücken und schöne Formen wichtig; im Gegensatz zu den
impressionistischen Malern drückten die Expressionisten ihre
eigenen Regungen aus, sie gaben ein „durchfühltes“ und
interpretiertes Motiv weiter.
Kantsche Fragestellung: Ist die
Wirklichkeit der Dinge am Ding oder im Auge des Betrachters?
Wie Mose (Genesis) vor dem gelobten Land steht, es sieht, aber stirbt, so “sieht” van Gogh das Land, den Himmel, auf den er jetzt zugeht.
Ein anderer Selbstmörder ist der Schweizer Robert Walser.
»Schneien«, dachte ich, »versetzt mich in ein glückliches Bürgertum und Familienleben. Unwillkürlich esse ich Mandeln, Orangen und Datteln und höre das Geknister von Weihnachtskerzen, die den Tannenzweig anbrennen, und habe allen lieben Festzeitsduft vor mir und wäre mit Freuden ein braver Mann, einer aus ganzem Schrot und Korn. Wie soll ich jetzt zu mir heimzugehen wagen, wo nichts Trauliches ist? Wer sich einschneien ließe und im Schnee begraben läge und sanft verendete.«
Tagebucheintrag Kleppers (vor dem gemeinsamen Selbstmord aus Treue gegenüber der jüdischen Ehefrau) vom 10. Dezember 1942 zeigt, ein Handeln in der Lage auswegloser Verzweiflung in vollem Vertrauen auf den in Christus gnädigen Gott. "Nachmittags die Verhandlung auf dem Sicherheitsdienst. Wir sterben nun, ach, auch das steht bei Gott. Wir gehen heute Nacht gemeinsam in den Tod. Über uns steht in den letzten Stunden das Bild des Segnenden Christus, der um uns ringt. In dessen Anblick endet unser Leben." (J. Klepper, Unter dem Schatten deiner Flügel. Aus den Tagebüchern der Jahre 1932- 1942. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart, 1956, 1133)
Der
Katholik Reinhold Schneider sagte über Menschen, die sich selbst
das Leben nehmen:
„Ich weiß, daß Er auferstanden
ist; aber meine Lebenskraft ist so sehr gesunken, daß sie über
das Grab nicht hinauszugreifen, sich über den Tod hinaus nicht
zu sehnen und zu fürchten vermag. Ich kann mir einen Gott nicht
denken, der so unbarmherzig wäre, einen todmüden Schläfer
unter seinen Füßen, einen Kranken, der endlich
eingeschlafen ist, aufzuwecken.“
Liebe Freundinnen und Freunde, ein gutes und segensreiches Jahr liegt hinter mir.
ein Jahr, in dem meine kirchliche Arbeit zwei extreme Höhepunkte hatte: Der Taufgottesdienst von Kiko & Jörg Siebels in Lüneburg. Die drei Konzerte von SOLALA und den beiden Schwesterchören in Bippen, Quakenbrück und Badbergen. Nach Gottesdiensten in Burlage und Fürstenau gelang es mir in diesem Jahr wiederum, einen Gottesdienst am Heiligen Abend gestalten zu dürfen (Bersenbrück; s. die Blitzlichter aus diesem Gottesdienst, die im Internet hinterlegt sind! Böll: Waager der Baaleks; Erfahrungen in unserem Kirchenkreis mit Hartz IV; Al Gore: Klimakatastrophe; Bernard Clavel: Kinder unter Bomben 1969)
Wie schon in den Vorjahren erstaunt mich die Anzahl der Todesfälle allein im persönlichen Umfeld: Frieda Finke und Georg Schötker in Schale – Heinz Krümpel auf dem Feldkamp - Gerda Heidberg in Settrup/Fürstenau ..... Mary L. in Limmerick.
Auf der anderen Seite komme ich mit den Geburten bei Freundinnen und Freunden nicht mehr hinterher. Auch nicht mit den Konfirmationen! Sorry!
Als Christ sollte ich nicht gegen einen Menschen beten, auch wenn die Folgen seines Handelns den Tod für viele andere bedeutet: So bete ich für diese Menschen und wünsche ihnen im kommenden Jahr die Kraft, aus Verantwortung ihrem Amt gegenüber zurückzutreten.
Da ist einmal der Präsident in Washington. Zweimal hat er mich durch mediale Medienpropaganda versucht hinters Licht zu führen: Als er das “Reich des Bösen” angriff. Und nun, als er den “Schurkenstaat” - Iran übertrieben und mit Hinterlist denunzierte. Da ist sein Pendant im Osten, der die Demokratie mit Füßen tritt und das Volk der Tschetschenen (ihre Terroristen sind keine Heiligen!) mit furchtbarem Leid überzieht. Wird er uns demnächst mittels GAZPROM erpressen?
Die Ölquellen sprudeln nur noch in den nächsten fünfunddreissig Jahren. Die Supermächte haben jeweils ihre strategischen Interessen. Wird das ohne Gewalt und Krieg abgehen? Seit einem halben Jahr bin ich mehr und mehr überzeugt, dass die Refinanzierung des Irak-Krieges (s. erstaunliche Abwertung des Dollars) nicht ohne weltweite Rezession abgehen wird. Wohl dem, der Wege einschlägt, die dem Rechnung tragen.
Von der
Lage der Kirche/Landeskirche wollte ich schweigen. Nun geht im
Dezember noch eine Bombe hoch. Seit dem Sommer bete ich dafür,
dass der Bischof in Bayern: Friedrich den Rückzug antritt. Seine
Feier zu Ehren des bayerischen Bischofs der NS-Zeit Meiser und dann
seine Weigerung, nach ihm in München benannte Straßen
umzubenennen sind nicht hinnehmbar und sollten innerkirchlichen
Protest auslösen (s. meine Materialsammlung unter:
http://hgpadre.org/dossiers/dossier_history_widerstand_ekbayern/theo_widerstand_bayern_neupert_br3.html
Die Bombe im Dezember: Karl Heinz Bierlein, Oberhäuptling des Diakoniewerkes Rummelsberg – mein ehemaliger Arbeitgeber – ist wie ein Dampfdrucktopf in die Luft gegangen. Er hat sich in unguter weise jungen Diakonen genähert und ist geräuschlos von der Bühne gegangen. Ich hoffe, es gelingt, sein Gehalt zu reduzieren und gleichzeitig ihm eine psychologische Begleitung zu finanzieren, die ihn seine homosexuellen oder transsexuellen Anteile integrieren lehren. Ich empfehle ihn unserer Fürbitte wie seine “Opfer”. Seit meiner Handruper Zeit (Katholische Klosterschule) bin ich sicherlich vor Doppelmoral – Hybris – Bigotterie gefeit. Wenn wir auf die zurückliegenden Kämpfe mit den ev.-luth. Kirchenführungen für liberalere Politik gegenüber den Homosexuellen zurückdenken, so überschreitet dieser Fall alles für mich Vorstellbare. Dieser Mann unterschrieb regelmäßig die Rummelsberger Bettelbriefe!? Schützt Rummelsberg und seine Einnahmen! Schützt die Tabu-Grenze zwischen einverständlichem, liebevollen Handlungen und der Gewalt und Ausbeutung gebenüber Schwächeren, Ausgelieferten und Schutzbefohlenen. Ich kenne Bierlein nur medial. Immer habe ich mich über die Großkopferten in Rummelsberg gewundert, mit welcher Distanz sie Häuser leiteten (Albrecht)?
Ich
kenne Spender der Rummelsberger persönlich. Wie kann ich so
einen
Vorgang mit dem selbstlosen Spenden dieser Christen-Menschen
im
Zusammenhang bringen. Was mag dieser Mann für einen
Lebenswandel
geführt haben? Genauso verrückt ist der
Gedanke an Azubis, die
selbst Wärme in Drogen und in
sexuellen Kontakten aus Verzweiflung
und wegen der Kälte im
Elternhaus suchen.
Meine Landeskirche meldet ein Minus von 60 Millionen, die bis 2010 abgebaut werden sollen. Eine Zahl, die nachdenklich macht. Sie wurde durch die hohen Steuereinnahmen (Kirche stehen 9 Prozent der Lohnsteuer zu) gemildert. Wenn ich jedoch schlechtere Konjunkturen in den nächsten Jahren zugrundelege, so haben wir hier ein Riesen Problem!
Für
2008 werde ich meine diesjährige Reise nach
Nordirland/Belfast
nutzen, um dieses Thema im Zusammenhang mit dem
Katholikentag in Osnabrück intensiv zu bearbeiten.
Ich
grüße mit der Formulierung der Aktion „HEIMSTATT
TSCHERNOBYL“:
Wir setzen auf unser Vertrauen auf Gott und auf
Menschen,
um mit Zuversicht auf eine „Zukunft nach Tschernobyl“
zu setzen.
Wir setzen mit der Botschaft von Weihnachten auf eine
breite Umkehr
im Denken und Handeln vieler Menschen für die
Bewahrung der Schöpfung.
Apropos: „HT“ empfiehlt Deutschen die Partneroganisation „INTERNATIONALES BILDUNGS- UND BEGEGNUNGSWERK (IBB)“ Wer über „HT“ und „IBB“ zu einem Ökostromanbieter („NATURSTROM AG“; „EW SCHÖNAU“) wechselt, der unterstützt “HT” (Provision).
Dieses
Dokument stelle ich online unter
http://hgpadre.org/weihnachtsbrief/weihnachtsbrief_07.html
Ein umfangreiches Ezine steht im Netz unter:
http://hgpadre.org/ajezine_07_autumn/index.htm
Unsere Dorfchronik gibts noch zu kaufen:
http://hgpadre.org/vechtel_750_joor/750_joor_vechtel_broschuere_werbung_materialien.html
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ROBERT WALSER – SELBSTTÖTUNG
Vor 50 Jahren starb Robert Walser, der große Spaziergänger der Schweizer Literatur, im Appenzellerland auf einer Wanderung im Schnee.
Von Michael Allmaier
Der Spaziergang beginnt am Ende des Weges. Dort, wo Erwin Brugger schon einmal stand, am ersten Weihnachtstag 1956. Die Eltern hatten ihn zum Schlittenfahren nach draußen geschickt, und er war mit einem Freund die Wachtenegg hochgestiegen. An einem Grat nicht weit vom Gehöft Burghalden erkannten die beiden durch den Nebel einen hageren alten Mann, der mit ausgebreiteten Armen im Schnee lag wie in einem Bett. Er musste eben erst aus dem Wald gekommen sein. Man sah noch die Fußabdrücke. Die Jungen rannten zum Bauern, aber der hatte kein Telefon, also zum nächsten, bis endlich die Polizei kam.
Niemand kannte den Toten. Man wusste bloß, das war einer aus dem »gelben Dörfli«; so nannten die Herisauer die psychiatrische Klinik am anderen Ende der Stadt. Ein spröder Kerl mit Stock und Hut, der immer nur sonntags durch den Ort ging, nie um sich blickte und kaum ein Wort sprach. Ein Hornschlitten brachte den Leichnam ins Tal. Der Anstaltsarzt schloss nach 23 Jahren die Krankenakte von Patient 3561 mit dem Vermerk »entlassen«. Und die Schweiz verlor einen ihrer bedeutendsten Dichter.
In gewisser Weise war Robert Walser damals am Ziel. Mancher Schriftsteller kokettiert mit dem Scheitern; ihm war es bitterernst. Nachdem ihm in jungen Jahren der Ruhm versagt geblieben war, wurde er immer besessener von dem Gedanken, er gehöre vergessen. Schon im Roman Geschwister Tanner von 1906 gibt es eine Szene voll düsterer Vorahnung, die sich liest wie ein selbst geschriebener Nachruf.
Eine prachtvolle Ruhe, dieses Liegen und Erstarren unter den Tannenästen, im Schnee. Das ist das Beste, was du tun konntest. Die Menschen sind immer geneigt, derartigen Käuzen, wie du einer warst, weh zu tun und ihre Schmerzen zu verlachen. Grüße die lieben, stillen Toten unter der Erde und brenne nicht zu sehr in den ewigen Flammen des Nichtmehrseins. Du bist anderswo. Du bist sicher an einem herrlichen Ort, du bist jetzt ein reicher Kerl, und es verlohnt sich, die Gedichte eines reichen, vornehmen Kerls herauszugeben. Lebe wohl.
Ich mache meinen Gang; der führt ein Stückchen weit und heim; dann ohne Klang und Wort bin ich beiseit’.
Dieser Vers steht auf Robert Walsers Grab.
»Schneien«, dachte ich, »versetzt mich in ein glückliches Bürgertum und Familienleben. Unwillkürlich esse ich Mandeln, Orangen und Datteln und höre das Geknister von Weihnachtskerzen, die den Tannenzweig anbrennen, und habe allen lieben Festzeitsduft vor mir und wäre mit Freuden ein braver Mann, einer aus ganzem Schrot und Korn. Wie soll ich jetzt zu mir heimzugehen wagen, wo nichts Trauliches ist? Wer sich einschneien ließe und im Schnee begraben läge und sanft verendete.«
Man wünscht ihm, dass er warm lag in seinem Bett aus Schnee.
DON DE LILLO: FALLING MAN (AUSZUEGE)
„Wie
konnte Gott das geschehen lassen? Wo war Gott, als das geschah?
Benny
T. war froh, dass er keinen Glauben hatte,
weil er ihn danach
verloren hätte.
Ich bin Gott näher als je zuvor, schrieb
Rosellen S.
Das ist der Teufel. Das ist die Hölle.
Alle
das Feuer, all der Schmerz.
Vergiss Gott. Das hier ist die Hölle.“
„Asche und Konchen. Das ist von Gottes Plan übrig.“
„Ich
höre immer, sie seien Hand in Hand hinuntergesprungen.
Wenn
Gott das erlaubt hat, das mit den Flugzeugen, hat Gott dann auch
gewollt,
dass ich mich heute Morgen beim Brotschneiden am Finger
verletze?“
„Ich respektiere Gott nicht mehr, nach dem hier.“
„Was
ist mit den Menschen, die Gott gerettet hat?“
„Eine
Million Baby sterben in Afrika, und wir können nicht fragen.“
„Lianne
kämpfte mit der Vorstellung von Gott. Sie war in dem
Glauben
erzogen worden, dass Religion den Menschen gefügig
macht.
Das ist der Zweck der Religion, den Menschen in
einen
kindhaften Zustand zurückzubefördern. Ehrfurcht
und Unterwerfung,
sagte ihre Mutter. Deshalb spricht die Religion
so machtvoll in
Gesetzen, Ritualen und Strafen. ...
Wir möchten
Transzendenz, wir möchten die Grenzen des sicheren
Verstehens
überschreiten, und wie kann man das besser
bewerkstelligne
als durch Glaubenmachen.“
„Ich kann Gott nicht vergeben,
was Er getan hat.“
„Aber
Gott. Hat Gott dies getan oder nicht?“
„Ich bin Gott näher, ich weiß es, wir wissen es, sie wissen es.“
„Lianne
wollte gern nicht glauben.
Unglaube war die Reiseroute zu klarem
Denken und Handeln.“
„Sie lebte im Geist des ständig Drohenden.“
„Es war verlorene Zeit. Von Anfang an nicht zur Erinnerung gedacht.“
„Ich
meine, Flugzeuge kriegen müssen, um Karten zu spielen.
(im
Knast in Atlantic City; AitschJie)
Ich meine, abgesehen von der
Absurdität,
dem total psychotischen Irrsinn,
ist das
nicht furchtbar traurig?“
„Du
hast es selbst gesagt. Das Leben der meisten ergibt keinen Sinn“
ENDE
DER AUSZUEGE
A Van Gogh masterpiece believed to be the artist's final piece of work is to be put on the public market for the first time, where it is expected to become one of the most highly-valued paintings ever auctioned.
The Fields (Wheat Fields) was completed on 10 July 1890, just 19 days before Vincent Van Gogh died. It hung in his room as he bled to death in his bed, where he had staggered after shooting himself in a field.
The work, only previously seen once in Britain, is one of just a few of Van Gogh's greatest works to remain in private hands and is celebrated for shedding significant light on the emotions felt by the artist in the days before his death.
The Fields will be unveiled at Sotheby's in London on 7 October and sold at auction in New York a month later with an estimated list price £17m.
But due to its extraordinary provenance and the booming art market, it is likely to provoke one of the heaviest bidding wars in the auction house's history and greatly exceed this price. When the painting was exhibited in Amsterdam in 2001, as a privately owned work, there was an immediate, if vain, rush by buyers to place offers.
"As a unique work of art from the final days of the artist's life, the price will most likely be driven by passion. This is perhaps the last opportunity for a collector to acquire a landscape of this quality by Vincent van Gogh," said a spokeswoman for Sotheby's. Van Gogh's brother, Theo, was so emotionally attached to the painting that he kept it in the family collection for 20 years before his widow, Johanna, finally sold it to a private collector, Paul Cassirer, in 1907.
Since then, it has remained in private collections, exchanging hands between collectors privately but never entering the public market.
David Norman, executive vice-president at Sotheby's, said that after Van Gogh's death, much of his work was sold to collectors but had not gone to public auction.
There has been much debate over the years as to which was the last piece Van Gogh worked on before committing suicide. A number of respected experts, including Walter Feilchenfeldt, the Swiss collector and Van Gogh scholar, believe that The Fields was the final creative project that the tormented artist undertook.
Many mistakenly believe Van Gogh's far more brooding painting, Wheat Field with Crows, which he also executed in the last year of his life, to be his final painting due to its gloomy overtones – which have led some to argue that it was Van Gogh's "suicide note". But although it conveys the melancholia that Van Gogh was feeling in his final weeks, there is evidence to suggest it was painted earlier. And in a letter written by Van Gogh to Theo on the 10 July, the artist described having just painted what experts believe to be The Fields, along with two other works.
He wrote: "They are vast fields of wheat under troubled skies, and I did not need to go out of my way to try to express sadness and extreme loneliness. I hope you see them soon – for I hope to bring them to see you in Paris as soon as possible, since I almost think that these canvases will tell you what I cannot say in words, the health and restorative forces that I see in the country," he said.
If it was the final work, The Fields illustrates how Van Gogh was able to separate his deep inner turmoil and stormy emotions from the hope and celebration of life that is instilled in this painting, said Mr Norman.
"Here is an artist literally on the verge of taking his life and filled with tremendous despondency, yet he is still painting with lemon yellows, azure blues and emerald greens.
"We know this is a man barely holding on to his will to live yet he is able to separate his energy and focus on what he sees before him," he added.
The Fields belongs to a celebrated series of canvases painted in early July 1890, in which the sprawling golden wheat field of Auvers-sur-Oise became the central subject that captured his imagination during his final weeks.
Living alone in the Ravoux Inn in Auvers, he would set up his easel and paint in solitude for hours. Loaned to various collections over the years; The Fields hung in the Van Gogh Museum in Amsterdam for six years alongside a series of moving landscapes painted in the final year of the artist's life. It was displayed in Britain for the first and only time in 1995 at a Royal Academy show.
Van Gogh had no formal artistic training and he did not embark on a career as a painter until 1880, spending his early life working for a firm of art dealers, and after a brief spell as a teacher, he became a missionary worker. Most of his best-known works were produced in the final two years of his life, during which time he cut off part of his left ear following a breakdown in his friendship with the artist, Paul Gauguin. After this he suffered recurrent bouts of mental illness, which led to his suicide.
On 8 May 1889 Van Gogh committed himself to the mental hospital in a former monastery in Saint Rémy de Provence, near Arles.
On 27 July, at the age of 37, he walked into the fields and shot himself in the chest with a revolver and staggered back to the inn at Auvers, not realising he had fatally wounded himself.
He died in his bed two days later, with Theo by his side, who is said to have reported his last words to be "La tristesse durera toujours" ("the sadness will last forever").
5) BLITZLICHT AN WEIHNACHTEN 1:
Suche nach Gerechtigkeit; Die Waage der Baleks
Gottesdienstbesuch und Aufrichtigkeit
Das,
was Jesus anspricht,
ist nach wie vor aktuell ist
Dass
Gerechtigkeit ein Problem
zu allen Zeiten � auch zu unserer
ist,
zeigt eine Erzählung von Heinrich Böll:
Die
Waage der Baleks.
Um unterdrücktes Recht und Gerechtigkeit,
um Macht und Ohnmacht geht es auch hier.
Im Schloss wohnen
die Reichen, die Mächtigen, die Familie derer von Balek.
Die
selbst ernannten Hüter
von Recht und Gerechtigkeit.
Im
Dorf wohnen die Armen, die Ohnmächtigen. Der armselige Lohn,
den die Gutsbesitzer auszahlen,
reicht zum Leben nicht aus.
So streifen - während Vater und Mutter sich für die Baleks
abrackern, die Kinder durch die Wälder, sammeln Früchte und
Beeren und Pilze,
lassen sie wiegen auf der Waage der Baleks im
Schloss und verkaufen sie den Herrschaften für Pfennigbeträge.
Eines der Gesetze, die die Baleks erlassen hatten, hieß:
Keiner im Dorf darf eine Waage im Haus haben.
Als die
Baleks von Bilgan am Neujahrstage zum Hochamt in die Kirche kamen,
das neue Wappen, einen Riesen,
der unter einer Fichte kauert,
schon in Blau und Gold auf ihrem Wagen,
blickten sie in die
harten und blassen Gesichter der Leute,
die alle auf sie
starrten.
Sie hatten im Dorf Girlanden erwartet,
am Morgen
ein Ständchen, Hochrufe
und Heilrufe,
aber das Dorf war
wie ausgestorben gewesen, als sie hindurchfuhren,
und in der
Kirche wandten sich die Gesichter der blassen Leute ihnen zu,
stumm
und feindlich, ...
Und als die Baleks von Bilgan nach der Messe
die Kirche wieder verließen,
gingen sie durch ein Spalier
stummer,
blasser Gesichter.
Die junge Frau Balek von Bilgan
aber
blieb vorn bei den Kinderbänken stehen, suchte das
Gesicht meines Großvaters
... und fragte ihn in der Kirche:
�Warum hast du den Kaffee für deine Mutter nicht
mitgenommen?�
Und mein Großvater stand auf und sagte:
�Weil sie mir noch so viel Geld schulden,
wie fünf
Kilo Kaffee kosten.�
Und er zog die fünf Kieselsteine
aus
seiner Tasche
und hielt sie der jungen Frau hin und sagte: �So
viel, fünfeinhalb Deka,
fehlen auf ein halbes Kilo an Ihrer
Gerechtigkeit�;
und noch ehe die Frau etwas sagen konnte,
stimmten die Männer und Frauen in der Kirche das Lied an:
�
Gerechtigkeit der Erden, o Herr, hat dich getötet ...�
6) BLITZLICHT AN WEIHNACHTEN 2: Erfahrungen mit Hartz IV
Das
Geld reicht hinten und vorne nicht
Von Julia Kuhlmann
Wut,
Ohnmacht, Überforderung: Die Erfahrungen, die viele Teilnehmer
am Planspiel "7 Wochen leben mit Hartz IV" gemacht haben,
sind nicht angenehm. Nach fünfwöchiger Teilnahme am
Projekt, das die Diakonie der Landeskirche Hannover für die
Fastenzeit vor Ostern ins Leben gerufen hat, sind viele
desillusioniert.
Die Liste der Ausgaben für
Außerplanmäßiges wird immer länger: Barbara
Pöppe notiert seit fünf Wochen ganz genau, wofür sie
Geld ausgibt.
"Ich glaube keinem mehr, der sagt, dass
sich Menschen mit großem Vergnügen auf Hartz IV ausruhen -
es ist kein Vergnügen", sagt Natalia Gerdes,
Projektkoordinatorin bei der Diakonie im Kirchenkreis Bramsche.
Selbst die Simulation der Hartz-IV-Bedingungen habe in vielen
Familien zu ernsthaften Problemen geführt, hat sie erfahren.
83 Personen aus dem Kirchenkreis Bramsche haben vor fünf
Wochen freiwillig begonnen, mit dem Geld zu leben, das
Hartz-IV-Empfänger zur Verfügung haben. Vier Familien haben
mittlerweile das Handtuch geworfen und sich offiziell von der
Teilnahme abgemeldet. Sehr viele, berichtet Gerdes, machten zwar
weiter, hätten aber schon nach kurzer Zeit eingeräumt, dass
sie mit dem Geld definitiv nicht auskämen.
Die als
Notlösung gedachten Zettel, auf denen Ausgaben notiert werden,
die den Rahmen in der Hartz-IV-Realität sprengen würden,
werden somit öfter benötigt als geplant.
“Ich glaube keinem mehr, der sagt, dass sich Menschen mit großem Vergnügen auf Hartz IV ausruhen - es ist kein Vergnügen”, sagt Natalia Gerdes, Projektkoordinatorin bei der Diakonie im Kirchenkreis Bramsche. Selbst die Simulation der Hartz-IV-Bedingungen habe in vielen Familien zu ernsthaften Problemen geführt, hat sie erfahren.
8) BLITZLICHT AN WEIHNACHTEN 3: AL GORE: WARNUNG UND APPELL
Lange
hieß es, die größte Eismasse auf unserem Planeten -
die östliche Antarktis - würde auch bei einer Erderwärmung
weiterhin wachsen.
Jedenfalls hieß es das bis vor einigen
Monaten, als eine neue wissenschaftliche Studie ergab, dass auch
diese Eismasse bald schmelzen
könnte.
Unser gesamtes
Klima auf der Erde wird bestimmt vom Zusammenspiel der globalen Wind-
und Ozeansysteme. Nun wächst die Sorge, dass dieser
relativ
stabile Zyklus, der seit der letzten Eiszeit vor 10 000 Jahren die
Hitze der Tropen an die Pole verteilt, vor radikalen
und
zerstörerischen Veränderungen steht. Der Golfstrom,
der Monsunzyklus im Indischen Ozean, das El-Niño-
/La-Niña-Phänomen im Ostpazifik und
der Jetstream
sowie andere Kreislaufsysteme sind gefährdet und drohen von
neuen, ungewohnten Zyklen verdrängt zu werden.
In
der Vergangenheit haben wir uns anderen großen
Herausforderungen gestellt. Wir haben unsere Freiheit deklariert und
dafür gekämpft. Wir
haben eine neue Staatsform
geschaffen. Wir haben die Sklaven befreit. Wir gaben Frauen das
Wahlrecht. Wir kämpften gegen Diskriminierung
und
Rassentrennung. Wir haben ein Heilmittel gegen Kinderlähmung
gefunden und die Pocken besiegt. Wir sind auf dem Mond gelandet,
haben den Kommunismus überwunden und die Apartheid beendet.
Wir
haben sogar eine globale Umweltkrise gelöst - das Loch in der
Ozonschicht der Stratosphäre -, weil Republikaner und
Demokraten, reiche
Nationen und arme, Geschäftsleute und
Wissenschaftler alle gemeinsam an einer Lösung gearbeitet haben.
Was uns jetzt bevorsteht, ist die größtmögliche
Krise - die uns allerdings auch eine beispiellose Chance bietet.
Während wir uns der
historischen Herausforderung stellen,
verspricht sie uns gleichzeitig Wohlstand, ein gemeinsames Ziel und
die Wiederbelebung unserer
moralischen Autorität.
Wir
sollten nicht warten. Wir können nicht warten. Wir dürfen
nicht warten.
Das Einzige, was uns fehlt, ist der politische
Wille. Doch in unserer Demokratie ist politischer Wille ein
erneuerbarer Wertstoff.
Gore aus "Vanity Fair" USA,
Green Issue, 2006. Übersetzung: Annette Streck
Die
Warnsignale häufen sich
9) GEDANKEN ZU WEIHNACHTEN 1: Clavel: Kinder im Elend Zu Jesu Zeiten: König Herodes läßt aus machtpolitischem Kalkül Kinder ermorden. Für das Kind Jesus gab es keinen Raum. Für andere Neugeborene sind Gold, Weihrauch und Myrrhe Napalm, Granaten, Maschinengewehrkugeln, Bomben. Als Stern leuchtet eine Rakete, die den Himmel erhellt und die Bomber zu ihrem Ziel geleitet. In der Krippe liegt das Kind, auf Lumpen gebettet. Das sterbende Kind. Zu Tausenden. Das verhungernde Kind. Das verbrannte Kind. Das Kind, das uns seinen Stumpf entgegenhält, beihnahe lächelnd, als ob es sich entschuldigen möchte. Das kranke Kind. Und im Hintergrund des Raumes bewegen sich leise die Wiegen, in denen drei kleine (noch beinahe lebende) Skelette liegen. Nach und nach hört das Wiegen auf. Sie werden nicht das Alter von 33 Jahren ereichen. Ihr Martyrium findet schon jetzt statt. Der Kindermord, er geschieht jetzt -. Das Lamm Gottes ist in diesem Jahr ein gehäutetes Lamm. Im Reisfeld ist das Rind zusammengebrochen. Und der Esel ist schon seit langem ins Paradies aufgestiegen. Neben dem Kind, in diesem Jahr, die Mutter, knieend, hungernd, in Lumpen, stumm, schreckerfüllt, welche die Fliegen verjagt. Sie sollen sich nicht auch noch auf ihren Klienen setzten, der im Sterben liegt. Clavel, Bernhard: Kinder im Elend; 1979, frz. Romacier; 1966 London
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Unsere Dorfchronik gibts noch zu kaufen:
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Schrifttyp: Bitstream Vera Sans Mono oder Nimbus Roman No9
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